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Das Wichtigste in Kürze

  • DATEV als Ökosystem: DATEV ist kein reines Softwareprodukt, sondern eine Infrastruktur, die Banken, Finanzämter und Mandantensysteme nativ verbindet. Dieser Vorteil ist für Wettbewerber kaum replizierbar.

  • Agenda überzeugt mit Transparenz: Das inhabergeführte Unternehmen aus Rosenheim bietet planbare Kosten, kürzere Einarbeitungszeiten und eine hohe Kundenzufriedenheit, stößt aber bei sehr großen Mandantenbasen an Grenzen.

  • Migration ist aufwendiger als erwartet: Stammdaten und Wirtschaftsjahre müssen manuell angelegt werden. Eine vollständige Belegübernahme mit Zuordnung zum Buchungssatz ist derzeit nicht möglich.

  • Beide Systeme haben dieselbe KI-Lücke: Weder DATEV noch Agenda erkennen eigenständig Beratungsanlässe wie Vorauszahlungsanpassungen, Liquiditätsrisiken oder Gewinnsprünge in den Mandantendaten.

  • Steuerboard als Ergänzung zu DATEV: Als offiziell gelisteter DATEV-Schnittstellenanbieter setzt Steuerboard direkt auf der bestehenden Infrastruktur auf und liefert automatisierte Analyse ohne Systemwechsel.

Wer heute als Steuerkanzlei über Software nachdenkt, landet früh bei zwei Namen: DATEV als etablierter Branchenstandard und Agenda als transparente, oft günstigere Alternative. Beide Systeme lösen die Kernaufgaben einer Kanzlei. Was sie nicht lösen, ist die eigentliche Frage nach proaktiver Mandantenberatung und automatisierten Routinen. Genau hier setzt Steuerboard als agentenbasierte KI-Plattform an.

Warum dieser Vergleich gerade jetzt relevant ist

Die Kanzleisoftware-Entscheidung war lange eine Entscheidung auf Jahrzehnte. DATEV war gesetzt, Alternativen galten als Randerscheinung. Dieser Konsens bröckelt. Steigende Lizenzkosten, eine DATEV-Cloud-Migration, die bis etwa 2030 läuft, und ein wachsender Fachkräftemangel sorgen dafür, dass immer mehr Kanzleien die Frage stellen, ob der Branchenstandard noch der richtige Rahmen für ihr Wachstum ist.

Agenda hat in diesem Umfeld an Sichtbarkeit gewonnen. Das inhabergeführte Unternehmen aus Rosenheim bietet ein transparentes Preismodell, eine kürzere Einarbeitungszeit und einen Funktionsumfang, der für viele Kanzleien ausreicht. Gleichzeitig ist ein Systemwechsel keine triviale Entscheidung. Mandantendaten, eingespielten Workflows und das DATEV-Ökosystem der eigenen Mandantenbasis hängen an jedem Wechselvorhaben wie ein Anker.

Dieser Artikel vergleicht beide Systeme ehrlich. Steuerboard verkauft weder DATEV noch Agenda und kann daher beide Seiten ohne Eigeninteresse beleuchten.

DATEV vs. Agenda: Was die beiden Systeme wirklich unterscheidet

Auf den ersten Blick bedienen beide Systeme dieselben Kernbereiche: Finanzbuchhaltung, Lohn und Gehalt, Steuererklärungen, Jahresabschluss und Mandantenkommunikation. Die Unterschiede liegen in der Tiefe, der Preisstruktur und dem Ökosystem, das jedes System um sich herum aufgebaut hat.

Kriterium

DATEV

Agenda

Marktposition DE

Branchenstandard, De-facto-Monopol in großen Kanzleien

Etablierte Alternative, stark im Mittelstand und bei Neugründungen

Betriebsmodell

Genossenschaft (eG), modulare Lizenzstruktur, Cloud-Migration bis ca. 2030

Inhabergeführtes Familienunternehmen, Mietmodell mit monatlicher Staffelung

Bedienung

Hohe Komplexität, steile Lernkurve, erhebliche Schulungsinvestitionen notwendig

Bekannt für schnelle Einarbeitung, hohe Bedienerfreundlichkeit, 97 % Service-Zufriedenheit

Lohn & Gehalt

LODAS und Lohn und Gehalt als eigenständige Module, umfassend

Vollständige Lohnabrechnung inkl. Lohn-Xpert KI als KI-gestütztem Fachassistenten

KI-Automatisierung

Keine eigenständigen KI-Module am Markt, Cloud-Migration bindet Ressourcen

Lohn-Xpert KI für Fachfragen in der Lohnabrechnung, kein KI-Produkt für FiBu oder Beratung

Integrationen

Marktdominierendes Ökosystem: Banken, Finanzämter, DATEV Unternehmen online, Belege online

Schnittstellen zu DATEVconnect, DATEV Belegbilderservice, ELSTER, ZUGFeRD, Flowwer u. a.

Jahresabschluss / ELSTER

Vollständig integriert, E-Bilanz und XRechnung nativ unterstützt

Vollständig integriert, ZUGFeRD und ELSTER nativ, GoBD-konforme Cloud-Anwendungen

Regulatorik DE

GoBD, DSGVO, eigene Rechenzentren in Deutschland, Genossenschaftsstruktur

GoBD, DSGVO, ISO/IEC 27001, VdS 3406, Serverstandort Deutschland

Preis

Genossenschaftsbeitrag + modulare Mietpreise je Paket und Arbeitsplatz, kaum öffentlich einsehbar

Agenda PLUS ab 145 Euro/Monat (bis 20 Mandanten), 219 Euro (bis 50), 299 Euro (bis 250), 355 Euro (unbeschränkt), zzgl. nutzungsabhängiger Kosten

DATEV eG: Der Branchenstandard mit Gewicht

DATEV ist keine Software, die man kauft. DATEV ist ein Ökosystem, dem man beitritt. Die Genossenschaft aus Nürnberg erzielte 2024 einen Umsatz von 1,51 Milliarden Euro und beschäftigt über 9.000 MitarbeiterInnen. Dieser Maßstab erklärt, warum nahezu alle Banken, Finanzämter und Vorlagensysteme nativ DATEV-kompatibel sind. Wer einmal in diesem Ökosystem ist, profitiert von einer Infrastruktur, die kein Wettbewerber in dieser Breite replizieren kann.

Der Preis dafür ist Komplexität. Die modulare Struktur aus Genossenschaftsbeitrag, Arbeitsplatzlizenzen und Zusatzmodulen macht eine Vollkostenrechnung für eine Kanzlei schwer planbar. Öffentliche Preislisten existieren kaum. Neue MitarbeiterInnen benötigen erhebliche Einarbeitungszeit. Und die laufende Cloud-Migration bindet bis etwa 2030 Ressourcen, die sonst in eigenständige KI-Produkte fließen könnten.

Agenda Informationssysteme: Das Familienunternehmen aus Rosenheim

Agenda wurde 1984 gegründet und ist bis heute inhabergeführt. Das Unternehmen mit Sitz in Rosenheim beschäftigt über 420 MitarbeiterInnen und zählt rund 380.000 NutzerInnen. Der Kontrast zu DATEV ist bewusst: kein Konzern, keine Genossenschaft, sondern ein Familienunternehmen mit direktem Kundenkontakt.

Agenda PLUS bündelt alle Kernbereiche in einem Komplettsystem mit transparenter Preisstaffelung. Die kostenlose Anwender-Hotline ist im Mietpreis enthalten. Laut eigenen Angaben würden 94 Prozent der KundInnen die Software jederzeit wieder wählen. Der Lohn-Xpert KI ist Agendas erster Schritt in Richtung KI-gestützter Arbeit, allerdings auf den Lohnbereich begrenzt und als Fachauskunftssystem auf Basis von Fachmedien konzipiert, nicht als Analysewerkzeug auf Buchdaten.

Was ein Wechsel wirklich kostet: Vor- und Nachteile ehrlich abgewogen

Wer von DATEV zu Agenda wechselt, spart auf den ersten Blick erheblich. Die Agenda-Preisliste ist transparent und der Einstieg deutlich günstiger als ein vergleichbares DATEV-Paket. Auf den zweiten Blick summieren sich die nutzungsabhängigen Kosten: Digitales Belegbuchen kostet 9,90 Euro pro Mandant, Bank Online und Lohn-Xpert kommen hinzu. Bei 150 oder mehr Mandanten schrumpft der Preisunterschied zu DATEV spürbar. Erst eine Vollkostenrechnung für das eigene Mandantenportfolio zeigt den tatsächlichen Unterschied.

Der größere Aufwand liegt nicht im Preis, sondern in der Migration. Buchungsstapel lassen sich im DATEV-Format übernehmen, Stammdaten und Wirtschaftsjahre müssen jedoch manuell angelegt werden. Eine vollständige Belegübernahme mit Zuordnung zum Buchungssatz ist derzeit nicht möglich. Wer mit einer großen Beleghistorie arbeitet, muss diesen Datenverlust einkalkulieren.

Der eigentliche Lock-in ist oft weniger technisch als sozial. Wenn Dutzende Mandanten bereits DATEV Unternehmen online für den Belegaustausch nutzen, bedeutet ein Kanzleiwechsel, dass alle Mandanten gleichzeitig umgestellt werden müssen. Agenda hat mit dem InvoiceHub eine Schnittstelle eingeführt, über die Mandanten Belege direkt in die DATEV-Umgebung übertragen können. Das entschärft den Konflikt teilweise, zeigt aber auch, dass selbst Agenda-Kanzleien das DATEV-Ökosystem ihrer Mandanten weiter bedienen müssen.

Vorteile eines Wechsels zu Agenda:

  • Transparente, planbare Kosten mit klarer Preisstaffelung nach Mandantenzahl

  • Deutlich kürzere Einarbeitungszeit für neue MitarbeiterInnen

  • Kostenfreie Anwender-Hotline ohne Zusatzkosten

  • Inhabergeführte Struktur mit schnellerer Reaktion auf Kundenfeedback

  • Vollständige Kernfunktionen für FiBu, Lohn, Steuern und Jahresabschluss

Nachteile eines Wechsels zu Agenda:

  • Datenmigration mit erheblichem manuellem Aufwand, keine vollständige Belegübernahme

  • Kein eigenes Mandanten-Ökosystem vergleichbar mit DATEV Unternehmen online

  • Nutzungsabhängige Kosten können den Preisunterschied bei wachsender Mandantenbasis deutlich reduzieren

  • Software ausschließlich in deutscher Sprache verfügbar

  • Skalierung bei sehr komplexen Unternehmensstrukturen kann an Grenzen stoßen

  • Kein KI-Produkt für FiBu-Analyse oder proaktive Mandantenberatung

Gut zu wissen: Agenda verfügt über Schnittstellen zu DATEV Belegbilderservice, DATEV Buchungsdatenservice und DATEVconnect. Ein hybrider Betrieb oder eine spätere Rückkehr zu DATEV ist damit technisch möglich. Dieser Punkt wird in der öffentlichen Diskussion selten erwähnt, ist aber für Kanzleien relevant, die einen Wechsel als reversibel betrachten möchten.

Allrounder vs. Spezialist: Steuerboard setzt auf bestehendes Grundsystem auf

Steuerboard: Kanzleien müssen nicht wechseln, um moderner zu werden

Die meisten Kanzleien, die DATEV vs. Agenda vergleichen, suchen eigentlich keine andere Software. Sie suchen eine Lösung für konkrete Probleme: zu viel Zeit für manuelle Belegabfragen, fehlende Übersicht über Beratungsanlässe im Mandantenportfolio, reaktive statt proaktive Mandantenkommunikation. Diese Probleme löst kein Grundsystemwechsel.

DATEV und Agenda sind Buchungs- und Deklarationswerkzeuge. Sie verwalten Daten hervorragend. Was sie nicht leisten, ist die automatisierte Analyse dieser Daten für proaktive Beratung. Weder DATEV noch Agenda erkennen eigenständig, wenn ein Mandant eine Vorauszahlungsanpassung benötigt, wenn Liquiditätsrisiken entstehen oder wenn ein Gewinnsprung steuerliche Handlungsoptionen eröffnet. Diese Lücke betrifft beide Systeme gleichermaßen.

Für Kanzleien, die DATEV nutzen, gibt es eine Alternative zum Systemwechsel: Steuerboard als agentenbasierte KI-Plattform, die direkt auf der bestehenden DATEV-Infrastruktur aufsetzt. Der Fokus auf DATEV ist eine bewusste Produktentscheidung, weil dort die Mandantendaten der meisten Kanzleien bereits vollständig und strukturiert vorliegen. Steuerboard ist offiziell gelisteter DATEV-Schnittstellenanbieter für Online- und On-Premise-Umgebungen.

Wie Kanzleien mit Steuerboard modernisieren, ohne das Grundsystem zu wechseln

Steuerboard umfasst aktuell unter anderem den Collect Agent und den Signals Agent. Beide Agenten arbeiten auf den DATEV-Daten der Kanzlei, ohne dass Mandantendaten für das Modelltraining verwendet werden. Das Hosting erfolgt auf AWS Bedrock Deutschland und Hetzner.

Der Collect Agent automatisiert die Beleganforderung beim Mandanten. Er analysiert die Konten 1370, 1590 und OPOS aus den DATEV-Daten, identifiziert fehlende Belege und versendet autonome Erinnerungen ohne manuellen Eingriff aus der Kanzlei. Rund 15 Prozent der Arbeitszeit in Kanzleien entfällt auf Belegabfragen, das entspricht etwa sechs Stunden pro Woche. Jeder fehlende Beleg kostet im Schnitt rund fünf Euro an Bearbeitungsaufwand. Der Collect Agent setzt direkt an diesem Kostenpunkt an.

Konsequenzen manueller Belegabfrage: 15 Prozent Arbeitszeit, 5 Euro pro fehlendem BelegSo setzen Kanzleien die Automatisierung mit Steuerboard um: Installation, Analyse, Abfrage, KI-Validierung, Erinnerung, Auslieferung

Der Signals Agent analysiert nächtlich die Buchhaltungsdaten und erkennt Beratungsanlässe automatisch: Vorauszahlungsanpassungen, Liquiditätswarnungen, Compliance-Signale sowie Gewinn- und Umsatzsprünge. BeraterInnen erhalten morgens ein strukturiertes Dashboard mit handlungsrelevanten Hinweisen. Zusätzlich steht ein KI-Chat auf Basis von Claude Opus 4.7 zur Verfügung, der direkt auf den Mandantendaten arbeitet und gezielte Fragen zu einzelnen Mandanten beantwortet.

Arbeitsablauf Signals Agent: nächtliche Analyse, Dashboard, KI-Chat, Entscheidung durch Berufsträger

Beide Agenten sind so konzipiert, dass die fachliche Entscheidung immer beim Berufsträger verbleibt. Steuerboard liefert Hinweise und Analysen. Die Beratungsleistung erbringen die SteuerberaterInnen der Kanzlei.

Compliance: Steuerboard arbeitet mit einer §203 StGB-konformen Zusatzvereinbarung gemäß §62a StBerG. Die Plattform ist als offizieller DATEV-Schnittstellenanbieter gelistet. Mandantendaten werden nicht für das Training von KI-Modellen verwendet. Das Hosting erfolgt ausschließlich auf deutschen Servern.

Steuerboard Compliance Check: DSGVO, §203 und §62a erfüllt

Wer mehr darüber erfahren möchte, wie §203 StGB und KI in Steuerkanzleien zusammenwirken, findet dazu eine ausführliche Einordnung im Steuerboard-Blog.

DATEV vs. Agenda: Mit Steuerboard modernisieren, ohne zu wechseln

DATEV und Agenda sind beide solide Grundsysteme. DATEV bietet die tiefste Integration in das deutsche Steuer- und Finanzökosystem, hat aber seinen Preis in Komplexität und Kosten. Agenda überzeugt mit Transparenz, Bedienbarkeit und einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis, stößt aber bei sehr großen Mandantenbasen oder komplexen Unternehmensstrukturen an Grenzen.

Wer heute bei DATEV ist und über einen Wechsel zu Agenda nachdenkt, sollte zunächst eine ehrliche Vollkostenrechnung aufstellen. Der scheinbar günstigere Einstieg bei Agenda kann sich bei wachsender Mandantenbasis durch nutzungsabhängige Kosten relativieren. Und der Migrationsaufwand, insbesondere bei einer großen Beleghistorie und einer bereits digitalisierten Mandantenbasis in DATEV Unternehmen online, ist erheblich.

Die eigentliche Frage ist eine andere: Welches Problem soll der Wechsel lösen? Wenn die Antwort lautet, dass die Kanzlei proaktiver beraten, Belegprozesse automatisieren und Beratungsanlässe früher erkennen möchte, dann löst kein Grundsystemwechsel dieses Problem. Weder DATEV noch Agenda liefern die dafür notwendige KI-gestützte Analyse auf Mandantendaten.

Übersicht Collect Agent und Signals Agent in Steuerboard

Steuerboard setzt als agentenbasierte KI-Plattform direkt auf der bestehenden DATEV-Infrastruktur auf. Für Kanzleien, die proaktive Mandantenberatung und automatisierte Routinen anstreben, ist dieser Weg oft einfacher und schneller als ein vollständiger Systemwechsel. Die Mandantendaten liegen in DATEV bereits vollständig und strukturiert vor. Steuerboard nutzt genau diese Grundlage, um daraus handlungsrelevante Erkenntnisse zu generieren, ohne dass das Grundsystem ausgetauscht werden muss.

Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen DATEV und Agenda?

DATEV ist ein weitreichendes Ökosystem mit tiefer Integration in Banken, Finanzämter und Mandantensysteme, aber hoher Komplexität und kaum öffentlich einsehbaren Preisen. Agenda ist ein transparentes, inhabergeführtes System mit klarer Preisstaffelung und kürzerer Einarbeitungszeit, das jedoch bei sehr großen Mandantenbasen oder komplexen Unternehmensstrukturen an Grenzen stoßen kann.

Lohnt sich ein Wechsel von DATEV zu Agenda finanziell?

Auf den ersten Blick ist der Einstieg bei Agenda günstiger. Bei wachsender Mandantenbasis summieren sich jedoch nutzungsabhängige Kosten, etwa für digitales Belegbuchen, Bank Online und Lohn-Xpert. Erst eine Vollkostenrechnung für das eigene Mandantenportfolio zeigt den tatsächlichen Unterschied.

Wie aufwendig ist die Datenmigration von DATEV zu Agenda?

Buchungsstapel lassen sich im DATEV-Format übernehmen. Stammdaten und Wirtschaftsjahre müssen jedoch manuell angelegt werden. Eine vollständige Belegübernahme mit Zuordnung zum Buchungssatz ist derzeit nicht möglich. Kanzleien mit großer Beleghistorie müssen diesen Datenverlust einkalkulieren.

Was passiert mit Mandanten, die DATEV Unternehmen online nutzen, wenn die Kanzlei zu Agenda wechselt?

Das ist einer der größten praktischen Hürden. Wenn Mandanten bereits DATEV Unternehmen online für den Belegaustausch nutzen, müssen alle gleichzeitig umgestellt werden. Agenda hat mit dem InvoiceHub eine Schnittstelle eingeführt, über die Mandanten Belege in die DATEV-Umgebung übertragen können. Das entschärft den Konflikt teilweise.

Bieten DATEV und Agenda KI-Funktionen für die Mandantenberatung?

Agenda bietet mit dem Lohn-Xpert KI einen KI-gestützten Fachassistenten für den Lohnbereich. Ein KI-Produkt für die Finanzbuchhaltungsanalyse oder proaktive Mandantenberatung bietet weder Agenda noch DATEV. Beide Systeme verwalten Daten, analysieren diese aber nicht automatisiert auf Beratungsanlässe.

Was ist Steuerboard und wie unterscheidet es sich von DATEV und Agenda?

Steuerboard ist eine agentenbasierte KI-Plattform, die direkt auf der bestehenden DATEV-Infrastruktur aufsetzt. Im Unterschied zu DATEV und Agenda analysiert Steuerboard die vorhandenen Buchhaltungsdaten automatisiert, erkennt Beratungsanlässe wie Vorauszahlungsanpassungen oder Liquiditätsrisiken und automatisiert Beleganforderungen. Steuerboard ist offiziell gelisteter DATEV-Schnittstellenanbieter.

Müssen Kanzleien zu Agenda wechseln, um von KI-Automatisierung zu profitieren?

Nein. Kanzleien, die DATEV nutzen, können Steuerboard als Ergänzung einsetzen, ohne das Grundsystem zu wechseln. Die Mandantendaten liegen in DATEV bereits vollständig und strukturiert vor. Steuerboard nutzt genau diese Grundlage, um automatisierte Analysen und Beratungsanlässe zu generieren.

Wie stellt Steuerboard die Datensicherheit und Compliance sicher?

Steuerboard arbeitet mit einer §203 StGB-konformen Zusatzvereinbarung gemäß §62a StBerG. Mandantendaten werden nicht für das Training von KI-Modellen verwendet. Das Hosting erfolgt ausschließlich auf deutschen Servern, konkret auf AWS Bedrock Deutschland und Hetzner.

Jinju Kim

Content Manager

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DATEV oder Agenda: Modernisierung ohne Systemwechsel

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