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Verschiedene KI-Kategorien: Der Kanzleimarkt unterscheidet zwischen steuerrechtlichen Wissensdatenbanken, plattformeigenen Tools (wie DATEV), generischer KI und agentenbasierten Plattformen.
Compliance nach §203 StGB: Eine DSGVO-Vereinbarung allein reicht für Kanzleien nicht aus. Bei Mandantendaten ist eine Verschwiegenheitszusatzvereinbarung nach §62a StBerG gesetzliche Pflicht.
Recherche-KI vs. Agenten-KI: Reine Recherche-Tools warten passiv auf Fragen und liefern Antworten. Agentenbasierte KI handelt dagegen proaktiv und führt Workflows selbstständig aus.
Steuerboard als DATEV-Anbindung: Als agentenbasierte Plattform dockt das Tool direkt an DATEV an und übernimmt Abläufe wie Belegeinholung und das Erkennen von Beratungsanlässen komplett autonom.
Die Entscheidung steht an: Welches KI-Tool ist das geeignete für die Kanzlei? Nach der Konsolidierungswelle und dem FAZ-Bericht über 15 prägende KI-Start-ups für Steuerkanzleien ist der Markt unübersichtlicher denn je. Welches Tool letztlich tatsächlich zu einer Kanzlei passt, ist demnach nicht leicht zu beantworten. 49 % der Kanzleien setzen KI ein oder planen den Einsatz. Zwei Jahre zuvor lag der Anteil noch bei 24 %. Die Orientierungslücke ist groß, die Kategorien werden oft vermischt. Steuerboard wurde in der FAZ-Übersicht als Beispiel für agentenbasierte KI genannt. In Vergleichen fehlt diese Kategorie oftmals.
Recherche, Assistent, Agent: Welche KI-Typen deine Kanzlei wirklich braucht
Die meisten Marktvergleiche listen KI-Tools nebeneinander, als wären sie austauschbar. Es gibt jedoch zwei unterschiedliche KI-Lösungen:
Eine Recherche-KI aus dem Fachverlag liefert zitierfähige Antworten zum Steuerrecht.
Eine agentenbasierte Plattform übernimmt operative Abläufe wie die Belegeinholung.
Beide lösen unterschiedliche Probleme, beide haben eine eigene Berechtigung. Viele Kanzleien benötigen beide Formen parallel: eine für Wissen, eine für Abläufe. Wer das vermischt, kauft das falsche Tool für den falschen Engpass.
Die folgende Übersicht ordnet die relevanten Kategorien für den Kanzleialltag:
Kategorie | Typische Anbieter | Einsatzbereich | Hauptnutzen |
|---|---|---|---|
Fachverlags-KI | Haufe CoPilot Tax, NWB KIRA | Steuerrechtliche Recherche | Zitierfähige Antworten aus Kommentarliteratur |
Plattform-eigene KI | DATEV KI-Werkstatt, DATEV Copilot | Integration in DATEV-Umgebung | Kostenloser Einstieg für Mitglieder |
Generische KI | ChatGPT Enterprise, Microsoft Copilot, Claude | Allgemeine Textaufgaben | Breiter Funktionsumfang ohne Steuerrecht-Tiefe |
Agentenbasierte Plattform | Steuerboard | Belege, Beratungsanlässe, Mandantenkommunikation | Autonome Abläufe statt nur Antworten |
Die wichtigsten KI-Tools für Steuerkanzleien im Vergleich
Der Markt für KI-Tools für Steuerkanzleien wächst rasant, aber nicht jedes Tool eignet sich für den Kanzleialltag. Entscheidend sind §203-Konformität, eine native DATEV-Anbindung und ein klarer Funktionsfokus. Die folgende Übersicht zeigt die marktrelevanten Lösungen mit DACH-Fokus, geordnet nach Kategorie und Compliance-Profil.
Tool | Kategorie | §203-konform | DATEV-Anbindung | Hauptfunktion |
|---|---|---|---|---|
Steuerboard | Agentenbasierte Plattform | Ja | Offiziell gelistet (Online & On-Premise) | Belegeinholung, Beratungsanlässe |
DATEV KI-Werkstatt / Copilot | Plattform-eigene KI | Ja | Nativ | Prototypen, Recherche |
Haufe CoPilot Tax / NWB KIRA | Fachverlags-KI | AVV, kein §62a StBerG | Keine | Steuerrechtliche Recherche |
Taxy.io | Spezialisierter Recherche-Ablauf | AVV, kein §62a StBerG | Begrenzt | Steuerrecht-Wissensbasis |
Finmatics | KI-Belegverarbeitung | AVV, kein §62a StBerG | Vorhanden | Belegerkennung |
ChatGPT Enterprise / Microsoft Copilot | Generische KI | Nein (Consumer) / eingeschränkt (Enterprise) | Keine | Allgemeine Textaufgaben |
Steuerboard als agentenbasierte Plattform
Steuerboard ist eine spezialisierte KI-Plattform, die Kanzlei-Abläufe nicht nur unterstützt, sondern autonom ausführt. Die Grundidee: Eigenständige KI-Agenten übernehmen wiederkehrende Prozesse in der Mandantenkommunikation und Datenanalyse, ohne dass Angestellte den Ablauf manuell anstoßen müssen.
Aktuell sind zwei Agenten produktiv im Einsatz:
Collect Agent: Er erkennt fehlende Belege direkt aus DATEV-Konten wie 1370, 1590 und OPOS, schickt dem Mandanten eine Anfrage ohne Login-Pflicht und erinnert eigenständig, auch wenn der Mandant drei Wochen verreist ist. Allein die Belegabfrage bindet rund 15 % der Arbeitszeit eines Sachbearbeiters, das sind etwa sechs Stunden pro Woche.
Signals Agent: Er analysiert nächtlich abgeschlossene Perioden und erkennt Beratungsanlässe aus den Buchungsdaten, von Vorauszahlungsanpassung bis Liquiditätswarnung. Beides läuft §203 StGB-konform und DE-gehostet.

Stärken
Autonome Belegeinholung ohne manuellen Eingriff, inklusive eigenständiger Nachfassung, wenn Mandanten nicht reagieren
Proaktive Beratungsanlässe direkt aus den Buchungsdaten, Insights in 3 Minuten statt Stunden in Excel
§203 StGB-konform, DE-gehostet, offiziell gelisteter DATEV-Schnittstellen-Partner mit Online- und On-Premise-APIs
Grenzen
Kein Recherche-Tool für steuerrechtliche Fachfragen
Fokus auf Kanzlei-Workflow, nicht auf allgemeinen Textaufgaben
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Steuerboard übernimmt Belegabfrage und Mandantenkommunikation vollständig, erkennt Beratungsanlässe proaktiv aus DATEV-Daten und ist dabei von Anfang an §203-konform aufgesetzt. Sieh selbst, wie das in der Praxis aussieht.
DATEV KI-Werkstatt und DATEV Copilot
DATEV ist kein Konkurrent, sondern der Ökosystem-Gatekeeper, auf dem Steuerboard aufsetzt. Die KI-Werkstatt und der DATEV Copilot bieten einen niedrigschwelligen Einstieg: kostenlos für Mitglieder, tief in die DATEV-Welt integriert, mit Anbindung an LEXinform und einem Einspruchsgenerator. Eigenständige KI-Produkte plant DATEV durchaus, doch liegt der Fokus bis circa 2030 auf der Cloud-Migration.
Stärken
Kostenloser Einstieg für DATEV-Mitglieder, nahtlose Integration in die bestehende DATEV-Umgebung
Grenzen
Prototypenstatus: keine autonome Belegeinholung, keine eigenständige Mandantenkommunikation
In weiten Teilen regelbasiert statt agentenbasiert
Wer auf eigenständige DATEV-KI-Lösungen wartet, startet zeitgleich mit allen anderen. DATEV-Alternativen hingegen übernehmen den produktiven Alltag schon heute.
Haufe CoPilot Tax und NWB KIRA
Haufe CoPilot Tax und NWB KIRA sind auf fachliche Recherche spezialisiert. Ihre Stärke liegt darin, direkt in den jeweiligen Verlagsdatenbanken zu arbeiten und zitierfähige Quellenverweise auf Kommentarliteratur zu liefern. Insbesondere für die rechtliche Vorabklärung komplexer Fälle ist eine solche Lösung ideal.
Stärken
Tiefe Fachrecherche mit zitierfähigen Quellen, direkt integriert in die jeweilige Verlagsumgebung
Grenzen
Keine operativen Engpässe werden gelöst: Manuelle Belegabfragen, proaktive Mandantenberatung oder Fristenüberwachung bleiben unberührt
Sinnvoll als Ergänzung für die fachliche Recherche, nicht als Ersatz für Ablauf-Automatisierung
Taxy.io
Taxy.io gehört in die Kategorie spezialisierter Recherche-Tools mit Schwerpunkt Steuerrecht. Die Stärke liegt in einer tiefen Wissensbasis und einem klar umrissenen Anwendungsfall: Recht und Wissen recherchierbar machen. Auf den operativen Kanzleiablauf hat Taxy.io demnach keinen Einfluss.
Stärken
Tiefe steuerrechtliche Wissensbasis, klar umrissener Anwendungsfall
Grenzen
Klar abgegrenzt vom operativen Kanzlei-Ablauf: Belegeinholung, autonome Mandantenkommunikation oder die Erkennung von Beratungsanlässen aus Buchungsdaten gehören nicht zum Funktionsumfang
Taxy.io ist Teil der Buy-and-Build-Strategie von Visma im DACH-Markt. Wie sich das Tool unter dem neuen Eigentümer weiterentwickelt, bleibt abzuwarten.
Finmatics
Finmatics zählt zu der Kategorie KI-Belegverarbeitung mit Schwerpunkt auf automatisierter Erkennung, Klassifizierung und Verarbeitung von Belegen. Als etablierter Anbieter im DACH-Markt hat das Tool eine solide Position in der Belegerfassung aufgebaut.
Stärken
Automatisierte Belegerkennung und -klassifizierung, etabliert im DACH-Markt
Grenzen
Keine autonome Mandantenkommunikation
Keine kontextuellen Erinnerungen
Keine proaktive Nachverfolgung fehlender Dokumente
Die Überschneidung mit Steuerboard bleibt begrenzt: Finmatics liest Belege aus, Steuerboard holt sie eigenständig beim Mandanten ein. Finmatics ist Teil der Buy-and-Build-Strategie von Visma im DACH-Markt.
ChatGPT Enterprise, Microsoft Copilot und Claude
ChatGPT Enterprise, Microsoft Copilot und Claude stehen für die Kategorie generische KI-Plattformen. Ihre Stärke liegt im breiten, flexiblen Funktionsumfang für allgemeine Aufgaben: Textentwürfe, Zusammenfassungen, Übersetzungen, einfache Auswertungen.
Eine eigene Steuerrecht-Wissensbasis fehlt, Antworten zu fachlichen Fragen bleiben generisch und ohne zitierfähige Quellen. Durch die funktionellen Möglichkeiten bildet Claude als Modell die Grundlage für Steuerboard und ist dort eingebettet in eine §203-konforme Infrastruktur mit direktem DATEV-Zugriff und vollem Mandantenkontext.
Stärken
Breiter Funktionsumfang für allgemeine Textaufgaben, flexibel einsetzbar
Claude als Modell in spezialisierten Plattformen wie Steuerboard §203-konform und kanzleitauglich einsetzbar
Grenzen
Consumer-Versionen für Mandantendaten ausgeschlossen: Weder ein AVV noch eine Verschwiegenheitszusatzvereinbarung nach §203 StGB sind verfügbar
Enterprise-Versionen kommen nur mit separatem AVV, §203-konformer Zusatzvereinbarung und nachweisbarem EU-Hosting infrage
Der entscheidende Unterschied: KI, die von selbst handelt
Recherche-KI wartet auf Fragen. Sie beantwortet sie gut, aber sie ändert nichts am Ablauf. Die Belegabfrage bleibt manuell, der Personalengpass bleibt bestehen. Beratungsanlässe, die jeden Monat in den Buchungsdaten stecken, bleiben unentdeckt. Wer nur auf Wissensrecherche setzt, löst damit den falschen Engpass.
Eine agentenbasierte KI handelt eigenständig auf Basis der Mandantendaten: Sie holt Belege ein, erinnert autonom an offene Posten und erkennt Beratungsanlässe in den Buchungsdaten. Niemand in der Kanzlei muss den Ablauf anstoßen, niemand muss wiederholt nachhaken. Die Kapazität, die dabei frei wird, fließt in das, was die meisten Kanzleien heute kaum schaffen, etwa proaktive Beratung.
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Matyas Heins
"Wenn du einem Mitarbeiter einfach eine ChatGPT-Lizenz hinsetzt, kann er keine Mandantendaten nutzen und weiß nicht, was er konkret damit anfangen soll. Mit unseren Agenten können wir auf einem ganz anderen Level rangehen: Ich zeige dem Mitarbeiter, wie der Collect Agent eigenständig Belege einsammelt und was das konkret bringt. Das ist ein völlig anderer Lerneffekt, als wenn jemand erklärt, was ein Prompt ist."
§203 StGB-Check: Was ein KI-Tool in der Steuerkanzlei nachweisen muss
Ein DSGVO-konformer Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und eine §203 StGB-Verschwiegenheitszusatzvereinbarung nach §62a StBerG sind zwei verschiedene Verträge.
DSGVO-Konformität allein reicht für Berufsträgerinnen und Berufsträger nicht aus, sobald Mandantendaten ins Spiel kommen. Ein Tool kann jeden DSGVO-Anforderungspunkt erfüllen und trotzdem keine taugliche Grundlage für die Verarbeitung berufsgeheimnisgeschützter Daten bieten. Erst die Zusatzvereinbarung nach §62a StBerG legt fest, dass externe Mitarbeit am Berufsgeheimnis rechtmäßig erfolgt.
Hinzu kommt seit Februar 2025 die KI-Kompetenzpflicht aus Art. 4 EU AI Act (Verordnung 2024/1689), mit Bußgeldrahmen bis 15 Mio. €. Die DStV Muster-KI-Anwendungsrichtlinie (April 2026) liefert dazu den passenden Governance-Rahmen mit Risikostufen und Human-in-the-Loop-Prinzip.
Diese fünf Punkte gehören in jede Tool-Bewertung:
Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO vorhanden
§203 StGB-konforme Verschwiegenheitszusatzvereinbarung gemäß §62a StBerG
EU-Hosting vertraglich und technisch nachweisbar
Kein Modelltraining auf Mandantendaten, schriftlich zugesichert
Transparente Subunternehmer-Kette inklusive Cloud-Provider und Modellanbieter

Welches KI-Tool passt zu welcher Kanzlei?
Die Tool-Wahl hängt vom Kanzlei-Profil ab. Die folgende Übersicht ordnet drei typische Profile und zeigt, wo Steuerboard als Layer ergänzt.
Kanzlei-Profil | Hauptproblem | Empfohlene KI-Kategorie zuerst | Einsatz von Steuerboard |
|---|---|---|---|
Einzelkanzlei | Fokus auf Effizienz, keine Angestellten zum Auslagern | Fachverlags-KI für Recherche | Ergänzung: Collect Agent übernimmt Belegabfragen autonom |
Mid-Size-Kanzlei (20–40 Angestellte) | Wachstumsdruck, Personalengpass, Differenzierung | Agentenbasierte Plattform für operative Abläufe | Primärlösung: Collect + Signals als operative Basis |
Großkanzlei (100+) | Compliance-Programm, Skalierung, KI-Governance | Fachverlags-KI plus generische Enterprise-KI | Ergänzender Layer: Belege, Beratungsanlässe, eigenes QM |
Die eigentliche Hürde ist nicht die Installation, sondern die Adoption. Ein Tool steht in 15 Minuten, die tägliche Nutzung im Team braucht länger. Häufig scheitern Pilotprojekte nicht am Können, sondern an der Gewohnheit. Entscheidend ist eine verantwortliche Person in der Kanzlei, die den Ablauf vorlebt und Rückfragen aus dem Team aufnimmt.
Steuerboard im Kanzlei-Alltag: Automatisiert Belege einsammeln und Potenziale erkennen
Um Steuerberatung mit KI zu automatisieren, bietet Steuerboard mehrere Möglichkeiten. Wer sofortige Entlastung beim Zeitfresser Belegabfrage will, lässt den Collect Agent den gesamten Ablauf übernehmen. Er erkennt fehlende Belege direkt aus den DATEV-Konten, schickt dem Mandanten eine Anfrage ohne Login-Pflicht und erinnert autonom, wenn die Anfrage nicht vollständig erledigt wurde. Mit Hilfe von KI Belege beim Mandanten anzufordern, kann Steuerkanzleien mehrere Stunden pro Woche und zusätzliche Kosten sparen. Konkret: ca. 15 % Arbeitszeit pro Angestellten gehen heute für Belegabfragen weg. Ein fehlender Beleg kostet die Kanzlei rund 5 €.
Wer proaktive Beratung skalieren will, lässt den Signals Agent nächtlich die abgeschlossenen Perioden analysieren und Beratungsanlässe aus den Buchungsdaten ziehen. Statt Stunden mit Excel-Tabellen zu verbringen, liefert der Signals Chat Bertatungsinsights in wenigen Minuten.
Wer jetzt wartet, startet zeitgleich mit allen anderen, sobald der Kostendruck auf deklaratorisches Geschäft voll greift. Steuerboard ist offiziell gelisteter DATEV-Schnittstellen-Partner mit Online- und On-Premise-APIs. DATEV bleibt, die Agenten entlasten innerhalb der Kanzlei an den wichtigsten Stellen.
Welcher Agent löst deinen größten Engpass zuerst?
In einem persönlichen Gespräch zeigen wir dir, wie der Collect Agent die manuellen Belegabfragen übernimmt oder der Signals Agent liegengebliebene Beratungsanlässe aus den Mandantendaten heben kann.
Häufige Fragen
Darf ich ChatGPT mit Mandantendaten nutzen?
Consumer-Versionen sind für Mandantendaten ausgeschlossen. Weder ein AVV nach Art. 28 DSGVO noch eine Verschwiegenheitszusatzvereinbarung nach §62a StBerG sind verfügbar. Enterprise-Versionen kommen nur mit separatem AVV, §203-konformer Zusatzvereinbarung und nachweisbarem EU-Hosting infrage. Ohne diese Bausteine bleibt der Einsatz mit Mandantenbezug rechtlich nicht tragfähig.
Reicht die DATEV KI-Werkstatt für den Kanzleialltag?
Als kostenloser Einstieg für Mitglieder ja. Für den produktiven Breiteneinsatz nein: Prototypenstatus, keine autonome Belegeinholung, keine eigenständige Mandantenkommunikation. DATEV ist bis circa 2030 mit der Cloud-Migration beschäftigt. Egenständige KI-Lösungen mit echtem Kanzleinutzen sind in dieser Phase kein Schwerpunkt.
Welches KI-Tool eignet sich am besten für Belegabfragen in der Steuerkanzlei?
Wer den gesamten Ablauf von der Erkennung fehlender Belege bis zur autonomen Mandantenanfrage ohne manuellen Eingriff abbilden will, kommt im DACH-Markt aktuell an Steuerboard nicht vorbei. Kein anderes Tool im Vergleich kombiniert DATEV-native Belegerkennung mit autonomer Mandantenkommunikation in einer Plattform.
Was kostet KI in einer Steuerkanzlei wirklich?
Die Preisspannen variieren je nach gewählter Lösung, aber versteckte Kosten sind oft entscheidender. Dazu gehören unter anderem Content-Pakete oder Modul-Abos bei Fachverlags-Tools, der Einrichtungsaufwand sowie die Schulung der Verantwortlichen. Bei Steuerboard ist das Pricing transparent und nachvollziehbar.
Wie führe ich ein KI-Tool in der Steuerkanzlei ein, ohne dass das Team blockiert?
Adoption ist das eigentliche Problem, nicht die Installation. Starte mit ein bis zwei konkreten Anwendungsfällen und benenne eine Person in der Kanzlei, die die Nutzung im Team vorlebt. Ein Zwei-Wochen-Pilot mit messbaren Punkten wie Zeitersparnis und Belegquote macht den Effekt sichtbar. Es ist ein Gewohnheits-Problem, kein Könnens-Problem.
Muss ich KI-Kompetenz bei Angestellten der Steuerkanzlei nachweisen?
Ja. Art. 4 EU AI Act (Verordnung 2024/1689) gilt seit 02.02.2025 für jede Kanzlei, die KI einsetzt. Der Bußgeldrahmen reicht bis 15 Mio. € oder 3 % des Jahresumsatzes. Die DStV Muster-KI-Anwendungsrichtlinie (April 2026) bietet einen passenden Governance-Rahmen mit Risikostufen und Human-in-the-Loop-Prinzip.
