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Das Wichtigste in Kürze

  • DATEV Copilot ist ein Assistenz-Tool: Laut DATEV unterstützt er bei Texten, Dokumentenanalyse und Recherche, führt aber keine eigenständigen Arbeitsabläufe aus.

  • Die DATEV-Cloud-Migration hat kein festes Enddatum: Der Umstieg läuft gestaffelt über mehrere Jahre, ein verbindlicher Abschlusstermin steht bislang nicht fest.

  • Über die offiziellen DATEV-Schnittstellen dürfen geprüfte Drittanbieter bereits heute automatisieren: Die Freigabe erfolgt über einen förmlichen Abnahmeprozess bei DATEV.

  • Steuerboard automatisiert direkt auf deiner bestehenden DATEV-Infrastruktur: als offiziell gelisteter Schnittstellenanbieter, ohne dass du auf ein neues DATEV-Produkt warten musst.

Kanzleien lesen von DATEV Copilot, hören von der Cloud-Migration und schließen daraus, dass echte Automatisierung ohnehin erst mit einem künftigen DATEV-Produkt kommt. Das greift zu kurz: DATEV Copilot ist ein Assistent für Texte, Dokumente und Recherche. Prozessautomatisierung wie die Beleganforderung oder die proaktive Beratung ist nicht sein Zweck, auch nicht in einer späteren Ausbaustufe. Wer heute schon automatisieren will, muss deshalb auf keines der beiden warten: Die technische Grundlage dafür steht offiziellen Schnittstellenanbietern bereits mit der DATEV-API zur Verfügung.

Was lässt sich über die DATEV-Schnittstelle anbinden?

Über die DATEV-Connect-API und die DATEV-Datenservices greifen zugelassene Drittanbieter auf strukturierte Kanzleidaten zu. Für eine Automatisierung stehen damit mehr Datenquellen zur Verfügung, als viele Kanzleien vermuten:

  • Buchungsdaten: die vollständige Finanzbuchhaltung, Grundlage für Beleg- und OPOS-Automatisierung.

  • Stammdaten: Mandanten-, Kontakt- und Kontoinformationen, unter anderem für automatisierte Mandantenanfragen.

  • Lohndaten: Grundlage für lohnbezogene Automatisierungen, aktuell noch eingeschränkter verfügbar als Buchungsdaten.

  • DMS-Dokumente und -Informationen: Belege und Unterlagen aus dem Dokumentenmanagementsystem der Kanzlei.

  • Kanzleiverwaltungsdaten: etwa Aufträge und Kanzlei-Controlling aus dem internen Kanzleiverwaltungssystem.

Aktuell liegt die größte Datenabdeckung bei den On-Premise-Schnittstellen. Der Grund: Ein Großteil der Kanzleianwendungen läuft bisher nicht in der DATEV-Cloud. Ergänzend stehen Online-APIs zur Verfügung, etwa für den Belegbilderservice oder die Anbindung an „Meine Steuern". Mit dem Fortschritt der Cloud-Migration werden diese Online-Schnittstellen weiter an Bedeutung gewinnen.

DATEV-Schnittstellen als Basis für automatisierte Prozesse

Über die offiziellen DATEV-Schnittstellen dürfen zugelassene Drittanbieter automatisiert auf Kanzleidaten zugreifen und darauf aufbauend Prozesse ausführen. Das ist die technische Basis, auf der sich Beleganforderung, Fristenüberwachung oder eine proaktive Mandantenberatung automatisieren lassen. DATEV Copilot setzt an einer anderen Stelle an. Er ist ein hauseigener Assistent für Texte, Dokumente und Recherche, kein Werkzeug für automatisierte Prozessketten. Wie weit der Copilot dabei tatsächlich reicht, zeigt der folgende Abschnitt.

Eine DATEV-Schnittstelle ist der Überbegriff für jede technische Verbindung, über die Daten zwischen einer externen Anwendung und den DATEV-Systemen ausgetauscht werden. Die DATEV-API bezeichnet die konkrete technische Umsetzung einer solchen Schnittstelle, meist online-basiert, über die Programme automatisiert miteinander kommunizieren. Daher eignen sich mehrere KI-Tools für DATEV.

Gut zu wissen

DATEV unterscheidet zwischen dem offiziellen Schnittstellenanbieter-Status und der Listung im DATEV-Marktplatz. Für den Schnittstellenanbieter-Status ist eine technische Abnahme durch DATEV notwendig. Die Marktplatz-Listung ist dagegen ein zusätzliches, kostenpflichtiges Marketingprogramm mit Beteiligung an den darüber generierten Leads.

Automatisierung in DATEV: Darum sollten Steuerkanzleien nicht warten

DATEV Copilot ist seit Mai 2026 als zentraler KI-Assistent in MyDATEV verfügbar. Die Nutzung setzt zunächst eine kostenfreie Lizenz sowie passende Rechte in der DATEV Rechteverwaltung online voraus. Im weiteren Jahresverlauf wird der Copilot schrittweise zentral über die Headernavigation verfügbar sein. Im Kanzleialltag zeigen sich dabei noch klare Grenzen:

  • Keine mandantenübergreifenden Abfragen: Die Funktionen bleiben mandantenspezifisch segmentiert, eine übergreifende Auswertung ist derzeit nicht möglich.

  • Keine eigenständigen Workflows: Der Copilot führt keine Arbeitsabläufe selbstständig aus, er unterstützt bei Texten, Dokumentenanalyse und Recherche.

  • Integrationsweg noch offen: Auch aus dem DATEV-Produktumfeld heißt es, wie und wo der Copilot nach der Testphase vollständig eingebunden wird, stehe noch nicht fest.

Auch die DATEV-Cloud-Migration liefert keinen verlässlichen Zeitpunkt zum Abwarten. Laut DATEV startet im Herbst 2026 die erste Umstellungswelle von der Eigenorganisation auf DATEV Kanzleimanagement, weitere Bausteine wie das Rechnungswesen folgen gestaffelt.

Ein verbindliches Enddatum für den vollständigen Umzug hat DATEV bislang nicht kommuniziert. Einzelne Altprodukte laufen dabei unterschiedlich lange weiter. Wer auf eine fertige, automatisierte Lösung von DATEV wartet, wartet damit auf einen ungewissen Zeitpunkt.

Datev Mit Steuerboard schon heute automatisieren

DATEV API & Schnittstellen nutzen: Prozesse frühzeitig automatisieren

Es gibt aktuell nur einen technischen Weg, ein generisches KI-Tool an DATEV anzubinden: über einen Connector, der einmalig installiert wird. Darauf aufbauend lassen sich bereits heute konkrete Kanzleiprozesse automatisieren, zum Beispiel:

  • Beleganforderung: automatisierte Anfragen an Mandanten samt Erinnerungslogik.

  • Fristenüberwachung: automatische Kontrolle von Abgabe- und Bearbeitungsterminen.

  • Proaktive Beratungsanlässe: Auswertung der Buchungsdaten auf Liquiditätswarnungen oder Vorauszahlungsanpassungen.

  • Jahresabschlussvorbereitung und BWA-Auswertung: strukturierte Aufbereitung wiederkehrender Auswertungen.

Der Unterschied zwischen den beiden im Folgenden beschriebenen Wegen liegt nicht in der technischen Anbindung selbst, sondern in dem, was eine Kanzlei darauf aufbaut.

Anbindung in Eigenregie mit Connector und generischem KI-Tool

Ohne zusätzliche Software lässt sich ein Tool wie Langdock oder Claude nicht direkt mit DATEV verbinden. Ein Connector wird dafür einmalig auf dem Kanzleiserver installiert, danach lässt sich das gewünschte KI-Tool anknüpfen. Der eigentliche Aufwand entsteht erst danach:

  1. Die relevanten Datenquellen müssen vollständig selbst angebunden werden.

  2. Passende Vorlagen für wiederkehrende Aufgaben entstehen selbst.

  3. Die Qualität der Ergebnisse muss laufend selbst sichergestellt und gepflegt werden.

Wer diesen Weg wählt, übernimmt damit auch die fortlaufende Pflege, nicht nur die einmalige Einrichtung.

Fertige Automatisierung mit einsatzbereiten Prozessen

Spezialisierte Anbieter nutzen technisch denselben Unterbau, liefern aber vorgefertigte, kanzleispezifische Prozesse und Vorlagen sowie laufend gepflegte Datenquellen mit. Der Unterschied liegt also nicht in der Anbindung selbst, sondern darin, wer die Pflege und Qualitätssicherung übernimmt.

Der offizielle Schnittstellenanbieter-Status von DATEV wirkt dabei als zusätzlicher Qualitätsfilter. Er setzt eine formale Abnahme mit Anforderungskatalog und Prüftermin voraus, bevor ein Anbieter Kanzleidaten automatisiert verarbeiten darf. Für Kanzleien bedeutet das eine zusätzliche Absicherung, unabhängig davon, für welchen Anbieter sie sich am Ende entscheiden.

Experten-Tipp

präsentiert von

Jakob Brandt

„Der größte Zeitaufwand liegt nicht in der technischen Anbindung, sondern danach: alle relevanten Datenquellen wirklich vollständig anzubinden und passende Vorlagen für Anwendungsfälle wie die Jahresabschlussvorbereitung oder die BWA-Auswertung bereitzustellen. Genau da sollten Kanzleien zuerst hinschauen, bevor sie sich für einen Weg entscheiden, nicht bei der reinen Konnektivität."

Steuerboard automatisiert direkt auf deiner DATEV-Infrastruktur

Der Collect Agent von Steuerboard übernimmt genau diese Aufgabe für die Beleganforderung basierend auf deiner bestehenden DATEV-Infrastruktur die gesamte Beleganforderung. Ergänzt wird er durch den Signals Agent für die proaktive Mandantenberatung. Beide Agenten setzen auf der offiziellen DATEV-Schnittstelle auf, ohne dass deine Kanzlei das Grundsystem wechseln oder zusätzliche Software selbst pflegen muss.

So bindet sich Steuerboard technisch an DATEV an

Steuerboard ist offiziell gelisteter DATEV-Schnittstellenanbieter für Online- und On-Premise-Umgebungen und hat die formale DATEV-Abnahme bereits durchlaufen. Diese Zulassung ist derselbe Qualitätsfilter, der jeden Anbieter vor dem produktiven Zugriff auf Kanzleidaten prüft. Dazu kommen weitere Vertrauens-Signale, die für die Verarbeitung von Mandantendaten relevant sind:

  • Hosting in Deutschland: über AWS Bedrock Deutschland und Hetzner.

  • §203 StGB-konforme Zusatzvereinbarung: gemäß §62a StBerG, Bestandteil der Vertragsunterlagen.

  • Kein Modelltraining auf Mandantendaten: vertraglich ausgeschlossen.

Welche Prozesse Steuerboard heute konkret automatisiert

  • Beleganforderung: Der Collect Agent analysiert fehlende Belege direkt aus den DATEV-Konten, etwa den Konten 1370, 1590 und den offenen Posten, und verschickt automatisierte Mandantenanfragen, ohne dass Mandanten sich separat einloggen müssen.

  • Proaktive Beratungsanlässe: Der Signals Agent wertet nachts die Buchungsdaten aller Mandate aus und erkennt zum Beispiel Anpassungsbedarf bei der Vorauszahlung, Liquiditätswarnungen oder auffällige Gewinn- und Umsatzsprünge.

In diesem Video zeigt Steuerboard-Co-Founder Jakob, wie der Collect Agent das Einholen von Belegen automatisiert:

DATEV API für Steuerkanzleien: So läuft die technische Anbindung in der Praxis ab

Wie aufwendig eine solche Anbindung tatsächlich ist, lässt sich an den einzelnen Schritten nachvollziehen. Der technische Teil ist dabei überschaubar, der eigentliche Unterschied zeigt sich erst danach.

In drei Schritten an DATEV angebunden

  1. DATEV Connect als Voraussetzung: Die notwendige Lizenz ist in den meisten Kanzleien ohnehin bereits vorhanden.

  2. Connector-Installation durch den IT-Dienstleister der Kanzlei: ein Standardprozess mit kurzer Installationszeit.

  3. Konfiguration im Dashboard: Kontoauswahl und Zuordnung der Mandate.

Worauf es bei der Anbindung wirklich ankommt

  • Vollständige Datenquellen: Alle relevanten Datenquellen vollständig anbinden, nicht nur die naheliegendsten.

  • Passendes Format: Daten in einem Format abrufen und verarbeiten, das für den jeweiligen Anwendungsfall taugt.

  • Geprüfte Vorlagen: Für wiederkehrende Aufgaben wie etwa die Jahresabschlussvorbereitung oder die BWA-Auswertung Aufgaben hinterlegen, damit nicht jeder Anwendungsfall bei null beginnt.

  • Laufende Qualitätsprüfung: Ergebnisse laufend prüfen, damit nichts Fehlerhaftes an Mandanten kommuniziert wird.

  • Kontinuierliche Pflege: Diese Punkte laufend pflegen statt nur einmalig einzurichten, weil neue Anforderungen und Datenquellen laufend dazukommen.

Die technische Anbindung selbst ist damit kein Großprojekt. Der eigentliche Aufwand liegt in der fortlaufenden Pflege und Überprüfung. Steuerboard liefert die Prozesse bereits mit und pflegt diese.

DATEV API und Schnittstelle für Kanzleien Steuerboard

DATEV API nutzen: Mit Steuerboard automatisieren, statt auf DATEV zu warten

DATEV Copilot deckt heute Texte, Dokumente und Recherche ab, nicht die Prozessautomatisierung von Beleganforderung oder proaktiver Beratung. Die Cloud-Migration liefert dafür ebenfalls keinen verlässlichen Stichtag. Sie läuft gestaffelt über mehrere Jahre, ein festes Enddatum hat DATEV bislang nicht genannt. Über die offiziellen DATEV-Schnittstellen lässt sich diese Automatisierung schon heute umsetzen, unabhängig vom Copiloten oder vom Stand der Migration.

Collect und Signals Agent von Steuerboard: Per API DATEV schon heute automatisieren

Steuerboard bietet solche Möglichkeiten: als offiziell gelisteter DATEV-Schnittstellenanbieter mit vorgefertigten, kanzleispezifischen Prozessen für Beleganforderung und proaktive Beratung. Die Abläufe werden kontinuierlich gepflegt, sodass die Kanzlei nichts selbst aufbauen muss. Wer jetzt startet, muss in ein paar Jahren nicht gleichzeitig mit allen anderen Kanzleien nachziehen.

Automatisierung starten, ohne auf DATEV zu warten

Steuerboard zeigt dir, wie sich Beleganforderung und Beratung direkt auf deiner DATEV-Infrastruktur automatisieren lassen.

Häufige Fragen

Wie funktionieren die DATEV-API und die DATEV-Schnittstelle?

Eine DATEV-Schnittstelle stellt eine technische Verbindung her, über die Daten zwischen einer externen Anwendung und den DATEV-Systemen ausgetauscht werden. Die DATEV-API ist die konkrete technische Umsetzung dieser Verbindung: Ein zugelassener Drittanbieter authentifiziert sich gegenüber DATEV, ruft darüber strukturierte Kanzleidaten wie Buchungs-, Stamm- oder Lohndaten ab und verarbeitet sie automatisiert weiter, etwa für eine Beleganforderung oder eine proaktive Auswertung.

Wie können Kanzleien DATEV-Prozesse automatisieren, ohne auf ein neues DATEV-Produkt zu warten?

Über die offiziellen DATEV-Schnittstellen dürfen bereits heute zugelassene Drittanbieter automatisiert auf Kanzleidaten zugreifen und darauf aufbauend Prozesse wie die Beleganforderung oder die Mandantenberatung ausführen. Diese Automatisierung ist unabhängig vom Funktionsumfang des DATEV Copiloten oder vom Stand der DATEV-Cloud-Migration nutzbar. Eine Kanzlei kann entweder selbst einen Connector einrichten oder einen offiziell zugelassenen, spezialisierten Anbieter wie Steuerboard einsetzen, der die Anbindung bereits mitbringt.

Was passiert mit den DATEV-Schnittstellen während der Cloud-Migration?

Mit dem Umstieg in die DATEV-Cloud verändern sich die verfügbaren Schnittstellen schrittweise. Langfristig sollen vor allem die Online-APIs die heute noch überwiegend genutzten On-Premise-Schnittstellen ablösen. Die Migration läuft jedoch gestaffelt über mehrere Jahre, und DATEV hat kein festes Enddatum genannt. Deshalb bleiben On-Premise-Anbindungen für viele Kanzleien vorerst nutzbar, auch wenn einzelne Altprodukte bereits abgeschaltet werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer DATEV-Schnittstelle und einer DATEV-API?

Eine DATEV-Schnittstelle ist der Überbegriff für jede technische Verbindung, über die Daten zwischen einer externen Anwendung und DATEV ausgetauscht werden, unabhängig vom konkreten Format. Die DATEV-API bezeichnet dagegen die technische Umsetzung einer solchen Schnittstelle, meist online-basiert. Über sie kommunizieren Programme automatisiert und strukturiert miteinander, statt Daten manuell zu übertragen.

Wie schnell kann eine Kanzlei mit Steuerboard über die DATEV-API automatisieren?

Die technische Anbindung übernimmt der IT-Dienstleister der Kanzlei als Standardprozess mit kurzer Installationszeit. Danach folgt ein strukturiertes Onboarding mit einer Einführungsverantwortlichen in der Kanzlei, das üblicherweise ein bis zwei Wochen dauert. Anschließend lässt sich die Automatisierung schrittweise auf weitere Mandate und Teams ausweiten.

Was unterscheidet Steuerboard von einer selbst aufgesetzten KI-Automatisierung mit einem Connector?

Beide Wege greifen technisch über denselben Connector auf DATEV-Daten zu. Der Unterschied liegt in der Pflege: Steuerboard liefert bereits vorgefertigte, kanzleispezifische Prozesse und Vorlagen sowie laufend gepflegte Datenquellen mit. Eine Kanzlei muss diese sonst selbst aufbauen und dauerhaft aktuell halten. Zusätzlich hat Steuerboard die formale DATEV-Abnahme als offizieller Schnittstellenanbieter bereits durchlaufen.

Inhaltsverzeichnis

Über die Autorin

Jinju Kim

Content Manager

DATEV-Automatisierung starten, ohne zu warten.

Agentenbasiert · DATEV-nativ · §203-konform.

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