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Das Wichtigste in Kürze

  • Langdock bündelt KI-Modelle: Die Plattform vereint ChatGPT, Claude und weitere Modelle unter einem gemeinsamen Compliance-Dach mit Hosting in der EU.

  • Die DATEV-Anbindung fehlt: Ohne einen zusätzlichen Connector, etwa von Klardaten, kommt Langdock nicht an Buchungsdaten aus DATEV heran.

  • Fachliche Tiefe entsteht nicht automatisch: Abläufe für Jahresabschluss, FIBU-Review oder BWA-Auswertung muss jede Kanzlei selbst aufbauen und dauerhaft pflegen.

  • Steuerboard liefert beides direkt: Native DATEV-Anbindung und vorkonfigurierte Abläufe stehen von Anfang an bereit, ohne Selbstaufbau.

Aktuell diskutieren SteuerberaterInnen offen, ob Claude oder Langdock die bessere Wahl für die eigene Kanzlei ist. Der Vergleich zeigt, wie weit KI in der Steuerberatung inzwischen angekommen ist. Er zeigt aber auch, wie unklar der praktische Nutzen von Langdock für Steuerkanzleien bleibt. Die Plattform löst tatsächlich eine zentrale Hürde: die Compliance-Frage. Die Anbindung an DATEV und die fachliche Tiefe für den Kanzleialltag bleiben bei Langdock allerdings offen. Dieser Artikel zeigt, wo genau diese Grenzen liegen, und wie Steuerboard als DATEV-native Alternative direkt dort ansetzt, wo Langdock aufhört.

Was zeichnet Langdock aus?

Langdock ist eine Plattform, die mehrere KI-Modelle wie ChatGPT, Claude und weitere Anbieter unter einer gemeinsamen Oberfläche mit Hosting in der EU zusammenführt. Neben dem Chat bietet die Plattform:

  • eigene Agenten und mehrstufige Automatisierungen bauen

  • über eine API direkt auf die angebundenen Modelle zugreifen

  • mehrere KI-Anbieter parallel nutzen, statt sich auf einen festzulegen

Wie setzen Steuerkanzleien Langdock heute ein?

Für Steuerkanzleien ist dabei das Compliance-Dach entscheidend: Statt mehrerer Einzelverträge mit OpenAI, Anthropic und weiteren Anbietern, jeweils mit eigener Datenschutzprüfung, bündelt Langdock alles unter einer Vertragsgrundlage.

Ist Langdock für Steuerkanzleien §203-konform nutzbar?

Eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung nach Artikel 28 DSGVO klärt den Datenschutz, aber nicht die strafrechtliche Seite. Nach § 203 StGB macht sich strafbar, wer ein fremdes Geheimnis unbefugt offenbart, das einem Angehörigen bestimmter Berufe anvertraut oder bekannt geworden ist. SteuerberaterInnen gehören ausdrücklich dazu. Ein Verstoß kann mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe geahndet werden.

Für den Einsatz von Langdock bedeutet das: Die DSGVO-Vereinbarung allein reicht nicht aus, zusätzlich braucht es eine separate Verschwiegenheitsvereinbarung nach § 62a StBerG. Das sogenannte Wasserfallprinzip verlangt außerdem, dass auch Unterauftragnehmer des KI-Anbieters formal zur Geheimhaltung verpflichtet werden. Unterlässt eine Kanzlei diese formale Verpflichtung, macht sie sich unter Umständen selbst strafbar, auch wenn im Ergebnis nichts passiert.

Wie konkret Langdock diese zweite, strafrechtlich relevante Vereinbarung im Einzelfall mit einer Kanzlei umsetzt, ist ein Punkt, den jede Kanzlei vor dem produktiven Einsatz einzeln prüfen sollte. Einen offiziellen Rahmen für diese Prüfung liefert der FAQ-Katalog der Bundessteuerberaterkammer zum KI-Einsatz in der Steuerberatung.

Gut zu wissen

Das Wasserfallprinzip verpflichtet nicht nur den KI-Anbieter selbst zur Verschwiegenheit, sondern reicht die Pflicht bis zu dessen eigenen Unterauftragnehmern weiter, etwa dem Rechenzentrum im Hintergrund.

Was Langdock in der Praxis (nicht) leisten kann

In der Praxis entscheiden vor allem zwei Fragen, ob Langdock für eine Kanzlei ausreicht: Wie kommt die Plattform an die eigenen DATEV-Daten, und wer sorgt für die fachliche Tiefe, die eine Steuerkanzlei tatsächlich braucht.

Die DATEV-Anbindung braucht einen zusätzlichen Connector

Langdock selbst hat keine native Schnittstelle zu DATEV. Wer die Plattform mit echten Mandantendaten arbeiten lassen will, braucht einen zusätzlichen Connector, etwa den von Klardaten.

Technisch läuft das über eine sogenannte Remote-MCP-Integration. Laut der Dokumentation von Klardaten bindet eine Kanzlei dafür einen MCP-Server über eine feste Server-Adresse ein und authentifiziert sich per OAuth 2.0. Für eine einzelne Person lässt sich diese Verbindung direkt einrichten.

Sollen mehrere Angestellte dieselbe, zentral verwaltete Anbindung nutzen, reicht eine geteilte Integration allein nicht aus, denn die OAuth-Berechtigung wird dabei nicht automatisch mitgegeben. Stattdessen muss ein Admin oder Editor einen eigenen, geteilten Agenten mit vorausgewählter Verbindung aufsetzen. Dazu gehört die Besonderheit, dass kleine Anpassungen an dieser Konfiguration erneut veröffentlicht werden müssen, damit sie im Team wirksam werden.

Vorkonfigurierte Abläufe für Jahresabschluss und BWA fehlen bei Langdock

Selbst mit angebundenem Connector bleibt eine zweite Lücke: Langdock liefert keine vorkonfigurierten Abläufe für Jahresabschlussvorbereitung, FIBU-Review oder BWA-Auswertung. Jede Kanzlei muss diese Abläufe selbst entwickeln und danach dauerhaft pflegen.

Der größte Zeitaufwand liegt in der Vorarbeit:

  1. Welche Datenquellen müssen angebunden werden?

  2. Wie werden Buchungsdaten in einem verwertbaren Format abgerufen?

  3. Welche Prüfschritte stellen sicher, dass am Ende eine Qualität herauskommt, die tatsächlich an einen Mandanten weitergegeben werden kann?

Gerade in der Steuerberatung ist diese Qualitätsfrage entscheidend: Ein Ergebnis, das nur zu einem Teil stimmt, lässt sich in der Praxis kaum flächendeckend einsetzen.

Experten-Tipp

präsentiert von

Jakob Brandt

„Die eigentliche Herausforderung liegt darin, wirklich alle relevanten Datenquellen richtig anzubinden, dem System beizubringen, wie man Buchungsdaten in einem vernünftigen Format abruft und gut verarbeitet, und dann die richtigen Abläufe zu haben, damit so etwas wie eine Jahresabschlussvorbereitung, ein FIBU-Review oder eine BWA-Auswertung auch wirklich zuverlässig funktioniert. Bei uns ist genau das von Anfang an gelöst: Wir liefern die passenden Vorlagen, die richtigen Tools sind schon eingebunden, und die passenden Datenquellen stehen bereit."

Künstliche Intelligenz für Steuerkanzleien: Langdock und Steuerboard im Vergleich

Wer beide Optionen im Berufsalltag schon einmal genutzt hat, vergleicht meist an drei Punkten: der Anbindung an DATEV, der fachlichen Tiefe und dem Aufwand, den eine Kanzlei selbst investieren muss.

Langdock: Compliance-Dach ohne vorkonfigurierte Abläufe

Langdock löst die Compliance-Frage zuverlässig und macht KI-Nutzung im Team überhaupt erst rechtlich handhabbar. Was die Plattform nicht mitbringt, sind eine eigene Anbindung an DATEV und auf Steuerkanzleien zugeschnittene Abläufe.

Für Kanzleien mit überwiegend textbasierten, mandantenunabhängigen Aufgaben oder mit eigener IT-Kapazität, den Rest selbst zu bauen, kann das ausreichen. Für den produktiven Alltag mit echten Mandantendaten bleibt eine Lücke, die die Plattform allein nicht schließt.

Steuerboard: KI direkt auf DATEV aufgesetzt

Steuerboard ist offiziell gelisteter DATEV-Schnittstellenanbieter, sowohl online als auch on-premise. Die Anbindung ist fester Bestandteil der Plattform. Eine Kanzlei muss dafür keinen zusätzlichen Connector separat einrichten und pflegen, wie es bei Langdock nötig ist.

In diesem Video erklärt Steuerboard-Co-Founder Jakob, wie der Collect Agent Belege automatisiert einholt:

Der Collect Agent und der Signals Agent bringen bereits vorkonfigurierte Abläufe für typische Anwendungsfälle im Kanzleialltag mit. Dazu zählen unter anderem:

  • Jahresabschlussvorbereitung direkt aus den DATEV-Buchungsdaten

  • FIBU-Review ohne separaten Aufbau eigener Prüfroutinen

  • BWA-Auswertung als wiederkehrender Ablauf

Die §203-konforme Verschwiegenheitsvereinbarung ist bei Steuerboard von Anfang an Vertragsbestandteil. Kanzleien müssen weder nachfordern noch selbst verhandeln. Mandantendaten werden dabei ausschließlich über AWS Bedrock Deutschland und Hetzner in Deutschland verarbeitet.

DATEV-Anbindung sofort nutzen

Statt Datenquellen und Abläufe selbst zusammenzustellen, startest du mit Steuerboard direkt auf deiner bestehenden DATEV-Infrastruktur.

Warum Langdock für Steuerkanzleien allein keine dauerhafte Lösung ist

Für einzelne, rein interne Anwendungsfälle ohne Mandantenbezug kann Langdock durchaus ausreichen, etwa für allgemeine Textarbeit oder erste Recherchen im Team.

Sobald Mandantendaten und wiederkehrende Abläufe dazukommen, ändert sich das. Die DATEV-Anbindung braucht dann Aufbau und Pflege. Die passenden Abläufe entstehen nur durch fortlaufende eigene Arbeit.

Am Ende ist die Antwort einfach: Wer regelmäßig mit Mandantendaten arbeitet, braucht eine Plattform, die DATEV-Anbindung und passende Abläufe von Anfang an mitbringt, statt sie selbst aufzubauen.

Langdock vs Steuerboard: Mit Steuerboard native DATEV-Anbindung, vorkonfigurierter Jahresabschluss, FIBU-Review, BWA-Auswertung, §203-konform

Langdock für Steuerkanzleien: Steuerboard schließt die Lücke bei DATEV und Abläufen

Langdock löst zuverlässig, was viele Kanzleien beim KI-Einsatz zuerst beschäftigt: die Compliance-Frage. Für den Alltag mit echten Mandantendaten braucht es aber mehr als ein Compliance-Dach. Es braucht eine DATEV-Anbindung, die einfach funktioniert, und Abläufe, die für die Steuerberatung gemacht sind, statt erst dafür zurechtgebaut zu werden.

Diese Anforderungen erfüllt Steuerboard von Beginn an. Die Plattform setzt direkt auf deiner bestehenden DATEV-Infrastruktur auf. Der Collect Agent und der Signals Agent übernehmen Abläufe, deren Aufbau sonst Wochen in Anspruch nehmen. Über einen KI-Chat kann die Kanzlei rechtssicher mit Mandantendaten arbeiten, recherchieren und ihr Qualitätsmanagement prüfen. Die §203-konforme Verschwiegenheitsvereinbarung ist von Anfang an Vertragsbestandteil, ohne dass nachverhandelt werden muss.

Wer diesen Schritt jetzt geht, muss keine Monate in den Aufbau von Connector und Abläufen investieren. Diese Zeit gehört stattdessen deinen Mandanten.

KI, die deine Kanzlei sofort entlastet

Steuerboard verbindet sich direkt mit deiner bestehenden DATEV-Infrastruktur und bringt die passenden Abläufe für Beleganforderung und proaktive Beratung mit. Du musst nichts selbst zusammenbauen und kannst jederzeit risikofrei wieder aussteigen.

Häufige Fragen

Ist Langdock sinnvoll für Steuerkanzleien?

Für allgemeine, mandantenunabhängige Aufgaben wie Textarbeit oder erste Recherchen kann Langdock sinnvoll sein, vor allem wegen des Compliance-Dachs. Sobald es um echte Mandantendaten geht, fehlen der Plattform zwei zentrale Bausteine: eine native DATEV-Anbindung und vorkonfigurierte Abläufe für steuerliche Kernprozesse wie Jahresabschluss oder BWA-Auswertung. Beides muss eine Kanzlei bei Langdock selbst aufbauen und dauerhaft pflegen.

Was unterscheidet Langdock von ChatGPT oder Claude?

Langdock bündelt mehrere Modelle wie ChatGPT, Claude und weitere Anbieter unter einer gemeinsamen Oberfläche mit Hosting in der EU, statt dass eine Kanzlei einzelne Verträge mit jedem Anbieter separat abschließt. Der Vorteil liegt im gemeinsamen Compliance-Rahmen, eine Vertragsgrundlage statt mehrerer einzelner Datenschutzprüfungen. Fachliche Tiefe für die Steuerberatung oder eine native DATEV-Anbindung liefert die Plattform dabei genauso wenig wie die einzelnen Modelle selbst.

Ist Langdock für Steuerkanzleien §203-konform nutzbar?

Eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung nach Artikel 28 DSGVO reicht rechtlich nicht aus. Für Mandantendaten braucht es zusätzlich eine separate Verschwiegenheitsvereinbarung nach § 203 StGB und § 62a StBerG, die auch die Unterauftragnehmer des Anbieters einbindet. Ob Langdock eine solche Zusatzvereinbarung standardmäßig anbietet oder Kanzleien sie separat verhandeln müssen, sollte jede Kanzlei vor dem produktiven Einsatz konkret klären.

Kann Langdock direkt auf DATEV-Daten zugreifen?

Nein, Langdock hat keine native DATEV‑Anbindung. Dafür braucht es einen zusätzlichen Connector, etwa den von Klardaten, samt Remote-MCP-Integration und OAuth-2.0-Authentifizierung. Für eine kanzleiweite Nutzung reicht eine einzelne Verbindung nicht aus. Ein Admin oder Editor muss dafür einen geteilten Agenten mit vorausgewählter Verbindung einrichten und diesen bei Änderungen erneut veröffentlichen.

Welche Aufgaben sollte eine Steuerkanzlei nicht ungeprüft an Langdock-Agenten übergeben?

Zahlenbasierte, prüfungsrelevante Aufgaben ohne zusätzliche fachliche Kontrolle sind riskant, etwa Rückstellungsberechnungen oder komplexe Bewertungen im Rahmen einer Bilanzerstellung. Allgemeine KI-Modelle können bei solchen Aufgaben abweichende Ergebnisse liefern. Ergebnisse sollten deshalb immer geprüft werden, bevor sie an einen Mandanten weitergehen.

Was unterscheidet Langdock für Steuerkanzleien von einer fertigen Plattform wie Steuerboard?

Langdock liefert die KI-Infrastruktur und das Compliance-Dach, aber keine DATEV-Anbindung, die ohne separaten Aufbau funktioniert, und keine auf die Steuerberatung zugeschnittenen Abläufe. Steuerboard setzt als offiziell gelisteter DATEV-Schnittstellenanbieter direkt auf den Buchungsdaten auf und bringt mit dem Collect Agent und dem Signals Agent vorkonfigurierte Abläufe für Jahresabschluss, FIBU-Review und BWA-Auswertung , sodass die Kanzlei diese nicht selbst aufbauen muss.

Reicht der DATEV Copilot statt Langdock oder Steuerboard aus?

Der DATEV Copilot deckt bislang nur allgemeine Assistenzaufgaben ab, etwa Texterstellung oder Dokumentenanalyse. Eine mandantenbezogene Datenanalyse oder agentenbasierte Abläufe wie die automatisierte Beleganforderung leistet er aktuell nicht. DATEV ist zudem bis etwa 2030 mit der eigenen Cloud-Migration beschäftigt. Eigenständige KI‑Produkte aus dem DATEV-Ökosystem sind bis dahin kaum zu erwarten.

Inhaltsverzeichnis

Über die Autorin

Jinju Kim

Content Manager

DATEV-Anbindung und fertige Abläufe sofort nutzbar

Agentenbasiert · DATEV-nativ · §203-konform

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